Erinnerst du dich an die EDV-Kurse? Vor 25 Jahren hat halbe Belegschaften gelernt, mit Word, Excel und E-Mail umzugehen. Es gab sogar einen Führerschein dafür. Das klang damals nach Aufwand — und war rückblickend selbstverständlich. Wer es nicht lernte, wurde abgehängt.
Heute steht dieselbe Schwelle wieder im Raum. Nur ist sie größer.
Es geht nicht um „ein bisschen ChatGPT". Es geht um eine neue Art, Probleme zu lösen — mit Werkzeugen, die heute jedem offenstehen. Wer das früh begreift, arbeitet in ein paar Jahren so selbstverständlich damit, wie wir heute eine Tabelle anlegen. Und wer wartet, holt einen Rückstand auf, der mit jedem Monat wächst.
Drei Überzeugungen, die ich dazu vertrete — nicht jeder wird zustimmen, das ist der Punkt:
Software-Angst ist heute teurer als Software. Die kleinen Helfer, die mir täglich am meisten Zeit sparen, sind in einem Nachmittag entstanden. Wer aus Angst wartet, zahlt mit dem, was er nicht spart.
Wer auf den perfekten Zeitpunkt wartet, hat ihn schon verpasst. Der Vorsprung gehört denen, die jetzt anfangen — lieber mutig und unfertig als perfekt und zu spät.
KI ersetzt das Mühsame, nicht den Menschen. Sie nimmt uns die Fließbandarbeit ab, damit für das Eigentliche wieder Zeit bleibt.
Die EDV-Schulung von damals hat niemanden zum Informatiker gemacht. Sie hat Menschen handlungsfähig gemacht. Genau darum geht es wieder — nur ist der Hebel diesmal um ein Vielfaches größer.